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11 Tipps für erfolgreiches Verkaufen am Basar

Wie ihr vielleicht schon bemerkt habt, stöbere ich für mein Leben gern bei Basaren und Flohmärkten herum. Schon als Kind war ich mit meinem Vater oder meiner Mutter oft auf Flohmärkten unterwegs, als Verkäufer genauso wie als Schnäppchenjäger. Mir macht das einfach Spaß und liegt mir irgendwie im Blut. Auch die Klamotten meines Sohnes sind zur Hälfte auf Basaren gekauft. Dort habe ich schon die wunderbarsten Schnäppchen gefunden, darunter tolle Dinge wie Gummistiefel oder Hausschuhe.

Vor zwei Wochen war ich am Babybasar verkaufen. Bei uns in Erlangen wird ein paar Mal im Jahr ein sehr großer Basar in der Stadthalle veranstaltet. Dort werden auf einer riesigen Fläche ausschließlich nur Kindersachen, Spielzeug und Klamotten verkauft. Und da sich in unserem Keller in den letzten drei Jahren so einiges an Dingen angesammelt hat, was wir nun nicht mehr benötigen, wurde es Zeit, wenigstens ein paar Dinge loszuwerden.

Wie der Verkauf als Selbstverkäufer auf einem solchen Basar erfolgreich wird, verrate ich euch heute in diesem Beitrag.

Tipps zum Vekaufen auf Babybasar

1. Transport

Am besten packt ihr eure Ware in nicht zu große Kartons und nehmt am besten ein Wägelchen oder eine Sackkarre mit zum Basar. Oder habt ihr vielleicht Rollkoffer oder Trollys? Perfekt. Dann alles in die Koffer packen, die dann bequem hinter euch her gezogen werden können.

2. Ordnung muss sein

Ein riesiger Berg von Kinderklamotten schreckt den Käufer ab. Durchwühlen ist wenig effizient und als Käufer hat man keine Lust, Sachen erst suchen zu müssen. Besser ist es, die zu verkaufenden Klamotten schon vorher nach Größe zu sortieren. Und zusätzlich sollten die  Stücke noch nach Hosen, Hemden, Kleidern, … geordnet werden. Das verschafft eine schnelle Übersicht und einen guten ersten Eindruck.

Socken oder Strumpfhosen verkaufen sich am besten, wenn sie als Set daherkommen. Also packt zum Beispiel alle Socken von Größe 22-26 in einen Beutel und beschriftet diesen gut. Denn niemand kauft ein einzelnes Sockenpaar.

Auch solltet ihr immer wieder sortieren und für Ordnung auf dem Tisch sorgen. Leere Stellen unbedingt wieder auffüllen.

Auch sollten gleiche Artikel immer nebeneinander liegen. Also Bücher zu Büchern, Stofftiere zu Stofftieren, CDs zu CDs …

Sehr praktisch ist ein Kleiderständer. Vor allem Jacken, Kleider, Schlafsäcke, Mäntel oder Faschingskostüme können hier gut in Szene gesetzt werden. Wichtig ist hierbei genügend Kleiderbügel mitzunehmen und die „guten“ Sachen nach vorne zu hängen. Wer keinen Kleiderständer hat, kauft sich einfach schnell einen bei IKEA für ca. 7 Euro. Die Investition lohnt sich auf jeden Fall.

3. Was hat Saison?

Wenn ihr im März auf dem Basar verkauft, ist es nicht ratsam, den Schneeanzug oder die Skier mitzunehmen. Der Winter ist so gut wie vorbei und die Leute suchen auf Frühlingsbasaren eher schon Kleidung für Frühling und Sommer.

4. Sauberkeit

Es sollte selbstverständlich sein, dass die zu verkaufenden Kleidungsstücke sauber sind und keine Flecken haben. Gegebenenfalls auch noch mal kurz bügeln. Denn anständig gepflegte Ware, verkauft sich einfach besser. Auch bei Schuhen oder Stofftieren kann es sich lohnen, diese vor dem Verkauf noch einmal in die Waschmaschine zu werfen.

5. Beschriftung muss sein

Vor allem, wenn man Klamotten mit verschiedenen Kleidergrößen verkauft, ist es wichtig, im Vorfeld nach Größen zu sortieren und auch zu beschriften. Das kann beispielsweise durch kleine Aufstellschildchen passieren. Ihr könnt auch jedes einzelne Kleidungsstück mit einem Klebeetikett versehen und euren gewünschten Preis darauf schreiben. Nach meiner Erfahrung könnt ihr euch die Preisetiketten allerdings sparen. Die Leute fragen von selbst nach dem Preis, wenn sie sich für ein Stück von eurem Stand interessieren. Außerdem kann diese Preisauszeichnung auch schnell als Festpreis ausgelegt werden.

6. Die „Zu verschenken“ oder „1-Euro-Kiste“

Eine Wunderbare Sache sind Wühlkisten. Vielleicht könnt ihr eine Kiste zusammenstellen, mit Dingen, die für einen Euro weg können oder ihr sogar verschenken wollt. Ich habe einige Dinge gehabt, die zu schade zum Wegschmeißen waren, aber die bestimmt niemand gekauft hätte, weil etwas abgebrochen war oder ein Teil fehlte.

7. Preisgestaltung

Jeder möchte Schnäppchen machen und Handeln am Basar oder Flohmarkt gehört einfach dazu. Manche Leute feilschen gerne um den Preis und das ist auch legitim. Denn Handeln macht Spaß und gehört einfach dazu. Deshalb ist es wichtig, die Preise so anzusetzen, dass noch Spielraum vorhanden ist. Und wenn ein Kunde nicht handeln möchte, ist das natürlich das allerbeste.

Bei den wirklich guten Stücken, unbedingt vorher Gedanken darüber machen, was die Ware einbringen soll und wo die eigene Schmerzgrenze liegt. Gerade Holzspielzeug oder Markensachen waren in der Anschaffung meist nicht billig und müssen nicht für einen Billigpreis verschleudert werden. Die meisten Käufer wissen Markensachen zu schätzen und zahlen für Qualität auch gerne etwas mehr.

Auch Mengenrabatt ist eine tolle Möglichkeit, den Kunden glücklich zu machen. Wer viel kauft, muss weniger bezahlen und man selbst ist vielleicht froh, gleich mehrere Sachen an den Mann gebracht zu haben. Die muss man schon nicht mehr zurück nach Hause schleppen.

8. Große und sperrige Dinge

Das Kind ist groß und im Keller stauben noch Kinderwagen, Laufrad und Buggy vor sich hin? Diese Dinge müssen nicht zwangsläufig mit zum Basar geschleppt werden. Es reicht vielleicht schon, die Sachen im Vorfeld zu fotografieren und die wichtigsten Daten auf einem Blatt zusammenzufassen. Dieses Plakat bringt man dann gut sichtbar am Verkaufsstand an. Bei Interesse kann man einen Termin mit den Interessenten ausmachen und vielleicht noch vorbereitete Flyer vom Produkt mitgeben.

9. Geld

Im Vorfeld unbedingt reichlich Kleingeld sammeln. Es kann immer sein, dass bereits der erste Käufer mit einem großen Schein zahlen möchte und dann ist es wichtig, dass man auch herausgeben kann. Am besten bewahrt man das Geld in einer kleinen Geldkassette oder einer kleinen Kiste auf.

10. Höflichkeit

Ganz wichtig ist auch, dass ihr immer einen freundlichen Eindruck macht. Also nicht hinter dem Verkaufsstand verstecken, sondern präsent sein und den Kunden in die Augen schauen. Am besten stellt ihr euch hin. Sprecht auch ruhig Käufer an. „Suchen Sie etwas Bestimmtes?“ „Mein Sohn hat immer das Hemd hier zu dieser Hose getragen.“ … Das mögen die Leute und es funktioniert wirklich.

11. Geheimtipps

Es sieht immer schöner aus, wenn die Produkte auf einer Tischdecke stehen statt auf dem Blanken Tisch. Das Auge kauft schließlich mit.

Ruhig ein paar Plastiktüten oder Ähnliches einpacken. Es gibt immer Käufer, die keine Tragemöglichkeit mitgenommen haben und nach Tüten fragen. Auch Zeitungspapier, um zerbrechliche Gegenstände einwickeln zu können, sollte nicht vergessen werden.

Stifte und einen Block auf jeden Fall einpacken. Man weiß nie. Oder ihr wollt Buch führen über die getätigten Einnahmen oder ihr müsst Preisschilder erneuern.

 

Liebe Grüße
Anke

 

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1 Kommentar

  • Antworten
    Katharina
    7. September 2017 at 19:55

    Wirklich gute Tipps! Bei uns sind die meisten Basare allerdings so, dass nicht wiederholter seinem Tisch steht, sondern man die Wäre mit Verkäufernummer beschriftet am Vortag abgibt. Dann ist alles nach Größe sortiert. Hat Vor- und Nachteile…
    Frohes shoppen!

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