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Ausflugstipp – Barfusspfad in Enderndorf bei Spalt

Der Barfußwonnenweg in Enderndorf bei Spalt stand schon länger auf meiner Ausflugsliste. Doch für da Projekt barfuß laufen, braucht es vor allem schönes Wetter. Und das hatten wir an unserem besagten Tag. Die Sonne stand schon früh morgens hell und warm am Himmel und es sollte ein heißer Tag werden. Beste Voraussetzungen für unser Ausflugsziel Barfußpfad.

Den Pfad zu finden, ist keine große Kunst. Der Weg bis zum großen Parkplatz gleich neben dem Igelsbachsee bei Spalt ist gut ausgeschildert. Wir schalteten das Navi aus und folgten auf den letzten Kilometern einfach der Beschilderung. Und siehe da: Wir hatten unser Ziel erreicht. Vom Parkplatz ist es nur ein kurzes Stück bis zum Startplatz unseres Wanderweges. Dort stehen mehrere Bänke und es gibt sogar ein Schuhregal. Logisch: Schließlich wollten wir ja barfuß die Strecke laufen und dazu müssen nun mal die Schuhe von den Füßen. Ab ins Regal mit den Schuhen und dann machten wir uns mit nackten Füßen auch schon auf den Weg in den Wald.

Barfusspfad Spalt Enderndorf - Wanderung - Familienausflug

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Es war wirklich heiß an diesem Tag. Mittags erreichte das Thermometer bereits die 30-Grad-Marke. Da kam es uns wirklich entgegen, dass eigentlich der gesamte Barfußpfad durch den Wald führt. Das heißt, man läuft größtenteils im Schatten und das war wirklich mehr als angenehm. Denn unter den Bäumen bekamen wir von der prallen Sonne so gut wie nichts ab. Großer Pluspunkt an diesem Tag.

Zu Beginn des Weges laufen wir über verschiedene Untergründe. Wir fühlen unter unseren Füßen Holz, Gras, Sand, Glasscherben, Matsch, große Steine, Kies, Mulch und vieles mehr. Echt spannend. Als wir durch Sägespäne liefen, bemerkte Junior ganz aufgeregt, dass sich dieses ganz, ganz weich anfühlt. Fast so weich wie seine Kuscheldecke daheim. Auch über Terrassenplatten liefen wir. Die waren durch ihre dunkle Farbe von der Sonne allerdings ganz schön aufgeheizt und so machten wir schleunigst, dass wir weiter kamen. Das brannte nämlich ganz schön unter den Fußsohlen.

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An manchen Stellen auf dem Weg gab es Mitmachstationen. So konnte man beispielsweise versuchen, Holzbauklötze mit den Füßen aufeinanderzustapeln oder allein mit den Zehen einen Knoten zu lösen. Ganz schön schwierig. Junior hatte seinen Spaß und balancierte über jeden Baumstamm, den er sah. Für Kinder ist dieser Pfad wirklich bestens geeignet. Unserem Sohn wird beim „Wandern“ schnell langweilig. Doch für Langeweile hatten wir während unseres Waldrundgangs überhaupt keine Zeit, weil es hinter jeder Biegung etwas Neues zu entdecken gab.

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Der Bachlauf war unser persönliches Highlight. Wir hielten unsere Füße in das kühle Nass und mussten zu unserem Erstaunen feststellen, dass das Wasser ganz schön kalt war. Doch ist man erst mal drin im Wasser, ist es nur noch schön und eine gelungene Abkühlung auf dem Weg. Junior hatte so viel Spaß durch das kleine Bächlein zu laufen, dass es schwer war, ihm zum Weiterlaufen zu überreden. Aber es half alles Jammern nichts, schließlich lag noch ein gutes Stück Weg vor uns. Ich sagte als wir weitergingen: „Danach sind unsere Füße aber richtig gut durchblutet.“ Daraufhin sah mein 4-Jähriger mich fragend an und fragte besorgt: „Mama, bluten wir dann?“ Kinder sind schon drollig.

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Der nächste Wasserspaß ließ auch nicht lange auf sich warten. Etwa auf der Hälfte des Barfußpfads steht ein Rondell mit Sitzmöglichkeit. Beste Gelegenheit für einen Biss in ein belegtes Brot. Daneben befindet sich ein steinernes Becken, gefüllt mit Wasser. Da wir alle drei kurze Hosen trugen, stapften wir auch dort alle drei hinein. Das Wasser hier war nicht kalt, sondern eher schön aufgeheizt von der Sonne. Junior hielt ich lieber an der Hand, denn es war gar nicht so einfach, im Wasser vorwärts zu kommen. Denn unter dem etwa kniehohen Wasser verbargen sich große, runde Steine. Diese konnte man nicht sehen, und es sah für alle Außenstehenden mehr als lustig aus, wie wir uns mühsam im Wasser fortbewegten, immer darauf bedacht, über keinen Stein zu stolpern. War gar nicht so leicht.

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Und natürlich machten wir auch ein kleines Päuschen und hingen auf der Hängematte ab. Cool meine beiden Männer, oder?

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Fazit:

Insgesamt benötigten wir für den gesamten knapp zwei Kilometer langen Barfußwonnenweg etwas mehr als zwei Stunden. Dabei ließen wir uns wirklich viel Zeit und probierten alle Aktivitäten aus. Für Kleinkinder ist der Weg gut zu schaffen. Für Kinderwägen und Buggys ist der Weg jedoch absolut nicht geeignet.

Auf der Heimfahrt dauerte es keine fünf Minuten und Junior war in seinem Kindersitz eingeschlafen. Das warme Wetter und das Laufen waren ziemlich anstrengend für den kleinen Mann.

Mehr Informationen unter: www.spalt.de/spalt/gaeste/freizeit/spalter-barfusswonnenweg/

Und wenn ihr schon mal in der Spalter Gegend seid, dann macht doch noch einen Abstecher ins Hopfen- und Biermuseum in Spalt oder einen Zwischenstop beim Igelsbachsee.

Liebe Grüße
Anke

 

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