Familienalltag

Zwischen Nofallpraxis und Lustlosigkeit – 2017 kann kommen!

Zu Anfang muss ich mich entschuldigen, weil erst jetzt mein Silvesterbeitrag online geht. Aber da Kindergartenferien sind und ich auch noch arbeiten muss, hatte ich echt wenig Zeit. Aber jetzt …

Es war wieder so weit. Der Jahreswechsel und damit der Silvestertag standen vor der Tür. Wie jedes Jahr kommt für mich Silvester für mich jedes Mal noch überraschender als Weihnachten. Und damit die Frage, was machen wir Silvester? Und um ehrlich zu sein, ich hab so gar keine Lust mehr auf dieses Spektakel. Keine Lust auf Silvester. Ich bin langweilig geworden. Noch vor zehn Jahren war das anders. Da hat Silvesterfeiern Spaß gemacht und wir waren bis zum Morgengrauen unterwegs. Das war witzig und hat mega Spaß gemacht. Doch irgendwie ist mir diese Lust aufs Feiern die letzten Jahre abhanden gekommen. Mit einem kleinen Kind ist man an Silvester auch nicht mehr so flexibel wie früher. Was überhaupt nicht schlimm ist. In ein paar Jahren sieht das schon wieder anders aus. Und eigentlich ist es ja auch egal. Der nächste Jahreswechsel kommt bestimmt.

Zu meiner Silvester-Unlust gesellte sich am Silvestermorgen noch ein ganz anderes Problem dazu. Als Papa morgens aus dem Bett steigen wollte, machte es KRRRRK und Papa konnte sich nicht mehr bewegen. Ich tippte auf Hexenschuss. Also fuhr ich erst mal allein zum Einkaufen der restlichen Dinge, die wir für die Feier am Abend noch so brauchten. Als ich von meiner Einkaufstour zurückkam, hatte sich an der Bewegungsunfähigkeit nichts geändert und ich rief bei der Notfallpraxis an. Dort sagte man mir, dass es in diesem Fall besser wäre, direkt zur Chirurgischen Notfallpraxis zu fahren, die heute Nachmittag Notdienst hatte. Also machten wir uns pünktlich auf den Weg und standen Punkt 14 Uhr vor der Arztpraxis. Doch da hatten wir wohl die A****karte gezogen, denn das Wartezimmer war bereits gerammelt voll. Also platzierte ich Papa halbwegs bequem auf einem der Wartestühle und fuhren selbst wieder nach Hause. Und das erwies sich als gute Entscheidung. Denn erst um halb fünf fuhren Junior und ich wieder zur Arztpraxis um den gebeutelten Papa wieder abzuholen. Eine Frechheit in meinen Augen. Und wenn man erst sieht, was für „Notfälle“ im Wartezimmer rum saßen, dann kann ich darüber nur den Kopf schütteln.

Wir brachten Papa wieder nach Hause und hatten noch etwas Zeit, bis unsere Gäste kamen. Die Feier wollten wir uns nicht vermiesen lassen und selbst ich kam jetzt langsam in Silvesterstimmung. Es wurde dann auch ein schöner Abend. Wir aßen Raclette mit vielen leckeren Sachen und unterhielten uns stundenlang. Für die Kinder machten wir gegen 20 Uhr ein Kinderfeuerwerk mit Wunderkerzen und kleinen Raketen. Aber die Kinder waren vom Feuerwerk nicht ganz so begeistert wie wir Erwachsenen es dachten. Der Tochter unserer Freunde war kalt und unser Sohn musste dringend aufs Klo. Na klasse!

Das große Geballere sparten wir uns für Mitternacht auf. Die Kinder gingen gegen 21 Uhr ins Bett und schliefen wirklich bis zum nächsten Früh durch. Für Junior war es diesmal das vierte Silvesterfeuerwerk, welches er verschlief. Mit dem Babyphon um den Hals stand ich dann nach Mitternacht auf der Straße und bestaunte das Feuerwerk. Es war super und – im Gegensatz zum letzen Jahr – konnten wir das Feuerwerk diesmal auch sehen. Letztes Jahr war es so nebelig und trüb, dass man keine fünf Meter gucken konnte. Als dann endlich um Mitternacht das Geballere und Geböllere losging, schliefen unsere Kinder seelenruhig in ihren Betten. Beneidenswert!

raclette-an-silverster

Ich hoffe, ihr hattet alle einen wunderschönen Silvesterabend. Unserer war sehr entspannt und gechilt und um 1.45 Uhr lag ich schon im warmen Bett. Als Ausrede kann ich sagen, dass ich am Neujahrestag arbeiten musste. Zwar erst nachmittags, aber immerhin. Euch allen noch ein frohes neues Jahr 2017! Mal sehen, was es so bringen wird.

Liebe Grüße
Anke

 

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